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gefahrene Safaris
Ägypten Südsafari 2005 Reisebericht

Teilnehmer

guenni
mail

Ausbildung
Divemaster a.D.
Sonderausbildung
Nitrox




Tauchgänge
470

Tauchländer
Deutschland (Wessinesien und Ossitanien)
Malta
Spanien (Cala Joncols, Teneriffa)
Italien (Sizilien/Sardinien/Elba/Gardasee/...)
Frankreich
Portugal (Madeira)
Thailand (Andamanensee/Golf v. Thailand)
Malediven (Nord- u. Südmale)
Ägypten (Hurghada/Sinai/Berenice/...)
Türkei (Kas)
Kenia
Tansania
Griechenland (Zakynthos)
Indonesien (Bali, Nusa Penida)
Kapverden
Tauchsafaris
Tansania (Pemba) 2005
Ägypten (Südtour) 2005
Ägypten (Nord-Brothers) 2007
Daedalus - Fury Shoals - Elphinstone 2008
Ägypten (Nordtour) 2009





hoddel
mail

Ausbildung
Padi AOWD
Sonderausbildung
Nitrox




Tauchgänge
> 450

Tauchländer
Spanien (Teneriffa/Gran Canaria/Lanzerote)
Ägypten (Sinai/Safaga/Marsa Alam)
Malediven (Südmale-Embudu)
Mexiko (Reviera Maya/Cozumel/Cenoten)
Türkei (Kemer/Side/Kas)
Deutschland (Ostsee-Timmendorf)
Italien (Sizilien)
Kreta Nord
Indonesien ( Bali )
Kapverden





Tauchsafaris
Ägypten Südtour 2005 MY Thunderbird
Ägypten Südtour 2006 MY Golden Dolphin
Ägypten St. Johns 2006 MY Sea Friend
Ägypten Nord & Brothers 2007 MY GD II
2-wöchige Expeditionssafari 2007
Farasan Banks & Farasan Islands
Saudi Arabien
Ägypten Nord - Wracks 2008 / 2009
Daedalus - Fury Shoals - Elphinstone 2008
Sudan - Nordtour 2009
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Hailights

Irgendwie hatten wir es doch noch geschafft dem deutschen Novemberwetter zu entkommen. Nach kurzfristiger Terminabsprache stand fest, dass eine einwöchige Tauchsafari im südlichen Roten Meer die beste Wahl darstellt, um endlich wieder Salzwasser unter die Flossen zu kriegen. Nachdem Herr Wintermeyer, von der Firma SAMreisen geduldig all unsere Fragen zur Zufriedenheit beantwortet und die letzten Bedenken zerstreut hatte, haben wir per Internet jeder für sich und doch gemeinsam eine Kabine auf der Thunderbird für die Route „Rocky Island – Zabargad - St.Johns“ gebucht. Das Angebot beinhaltete neben einem Flug mit der Condor, die für Safariboote der gehobenen Klasse üblichen Leistungen.

Einschiffung war am 28.11.2005 abends in Marsa Ghalib, einem aufstrebenden Hafen in Schlagdistanz zum Flugplatz Marsa Alam. Die Aufnahme an Bord war freundlich und wurde professionell durchgeführt. Einem der Safariteilnehmer fehlte bei Ankunft das gesamte Gepäck nebst Tauchausrüstung , womit das Drehkreuz Flughafen München seinem Ruf als Bermuda-Dreieck mal wieder gerecht wurde. Nachdem ein weiterer Taucher nach verpasster Maschine und mittels Ersatzbuchung erst in den frühen Morgenstunden eintraf, konnte es endlich losgehn.

Zum Eintauchen wurden am Abu Dabab III mal kurz die Signalbojen gesetzt und schon ging es weiter zum Elphinstone, wo uns gleich der erste Knaller erwartete. Am Ende eines gemütlichen Strömungstauchgangs am Außenriff (Ostseite) tauchten beim Übergang auf das Südplateau zwei Weißspitzenhochseehaie auf. Da sie sich in einer Tiefe von 2 bis 5 Metern bewegten und in der Nähe der ankernden Tauchboote ihre Kreise zogen, hatten wir die Möglichkeit während des gesamten Austauchens diese majestätischen Fische zu bewundern. Ich hoffe, dass die Bilder meine Eindrücke annähernd bestätigen können. Leider konnten wir nicht bleiben, da eine Nachtfahrt bis nach Rocky Island über eine Distanz von mehr als 100 nautischen Meilen anstand.

Nach jeweils zwei Tauchgängen vor Rocky Island und Zabargad ging die Reise weiter in Richtung Süden. An den St. Johns Riffen war aus ablauforganisatorischen Gründen leider nur ein Tauchgang am Gotta Soraya möglich. Der brachte dann allerdings einige interessante Eindrücke. Neben Riffhaien gesellte sich ein Pfeiffenfisch zu uns. Der zeigte sich zunächst äußerst anhänglich. Er legte sogar ein Verhalten an den Tag, wie man es bei Schiffshaltern beobachten kann. Wir sahen, wie er von der Bauchseite eines Tauchers auf dessen Rückseite wechselte, wo er sich zunächst eng an die Pressluftflasche schmiegte. Dann löste sich unser Begleiter und ließ sich mit einem Strom austretender Atemluft in Richtung Oberfläche ziehen. Einige Meter über uns schoss er dann pfeilschnell aus den Luftblasen hervor und erbeutete einen Fahnenbarsch. Da die Jagdmethode mit der Blasentarnung sehr erfolgreich war, begleitete er uns über weite Strecken des Tauchgangs.

Der Rückweg führte uns zum Habilli Radi, einem super Riff mit reichhaltigem Korallenbewuchs zwischen 3 und 30 Metern Tiefe. Beim Tauchgang begegneten wir neben einem kleinen Torpedorochen einer Delfinkuh mit ihrem Jungen. Leider haben sich die beiden nicht weiter für uns interessiert. Auf der Suche nach den Dugongs vor Sha’ab Shouna entdeckten wir steinalte Schildkröten, die sich in den Seegraswiesen die Mägen vollschlugen sowie Leoparden-Stechrochen. Die als standorttreu beschriebenen Seekühe zeigten sich an diesem Tag nicht. Als Highlight haben wir am Ende der Tour noch einmal bei den Longimani am Elphinstone vorbeigeschaut. Neben den Weibchen am Südplateau trafen wir auf zwei große Männchen an der Nordspitze des Riffs, die uns in sicherem Abstand (für wen eigentlich?) umkreisten. Auf dem Boot liefen Gerüchte, dass die Hochseehaie von den Tauchbooten aus angefüttert werden. Aus eigener Erfahrung kann ich das nicht bestätigen und hege die naive Hoffnung, diesen eleganten Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum begegnet zu sein.

Insgesamt wurden auf der Safari 19 Tauchgänge angeboten, teilweise bis zu 4 Tauchgänge am Tag. Auffallend war, dass wir bei jedem Nachttauchgang neben den üblichen Verdächtigen mindestens eine Spanische Tänzerin in Schnitzelgröße hatten. Bei den Tauchguides Malte und Gorden haben wir uns zu jedem Zeitpunkt gut aufgehoben gefühlt. Die Bootscrew war routiniert und hilfsbereit. Wann immer eine helfende Hand benötigt wurde, war jemand zur Stelle. Ein besonderes Lob gebührt dem Koch.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es eine gelungene Tauchtour war. Das Preis-/Leistungsverhältnis war - auch im Vergleich zu anderen Anbietern - sehr gut. Wegen der positiven Erfahrungen ist der nächste Tauchurlaub bei SAMreisen bereits gebucht.

Ich werde berichten.

Günter

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Die Bilder wurden uns freundlicherweise von Gorden Klisch zur Verfügung gestellt