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Philippinen 2006 Reisebericht

Teilnehmer

Ausbildung

Sonderausbildung





Tauchgänge

Tauchländer















Tauchsafaris










Steffi Schnorchler
22.04. Abflug mit Emirates nach Manila
23.04. Ankunft und eine Übernachtung (Flugtechnisch nicht anders möglich)
24.04. Flug nach Puerto Princesa auf Palawan und Einschiffung auf ein 38m Safariboot.
24.04.-29.04. Tauchsafari im Tubbataha Reef, VP, max. 5TG pro Tag
29.04. Rückkehr und Weiterflug über Manila nach Dumaguete auf Negros
29.04.-10.05. Aufenthalt, ÜF im 4* Hotel Atlantis Dumaguete, 14 TG (u.a. Apo Island)
10.05. Rückflug
11.05. Ankunft

Gebucht habe wir die ganze Reise über Kirschner-Reisen in Köln. Diese Reise wurde nach unseren Wünschen ausgearbeitet und wir können den Veranstalter (Philippinen und Mikronesienspezialist) nur wärmstens weiterempfehlen. Es hat alles bestens funktioniert. Sämtliche Transfer verliefen absolut reibungslos, selbst bei Flugverspätungen war immer ein örtlicher Reisemanager vor Ort, der den Weitertransport mit Bus und Taxi perfekt arrangiert hat. Auch die Fluggesellschaft Emirates würde ich jederzeit wieder buchen.

Der erste Teil der Reise beinhaltete die Safari zum Tubbataha Reef. Wir sind mit der M/Y Tristar, einer zum Tauchschiff umgebauten japanischen. Fähre, in See gestochen. Das Schiff ist zwar Bj. 1961, aber die Technik ist auf dem neuesten Stand. Das Schiff ist ausgestattet mit einem 500 PS Dieselmotor, sowie einem 65 KW und einem 35 KW Generator. Auch die Kompressoren erfüllten klaglos ihren Dienst. Modernste Technik bestimmt auch auf der Brücke das Bild. Hinzu kommen zwei Hartschalenzodiaks, welche ausreichend wären um mindestens 10-12 Taucher bequem aufzunehmen und zu transportieren. Getaucht wird in der Regel aber mit maximal 6 Tauchern. Die Zodiaks sind dreimal bequemer, als die Schlauchboote, die z.B. in Ägypten genutzt werden. Zumal man nicht mit dem gesamten Tauchequipment im Zodiak Platz nimmt sondern erst kurz vor dem Einstieg Flossen und Jacket anzieht. Das war bisher die komfortabelste Form des Transportes zum Tauchplatz, die ich je auf einer Safari erlebt habe.

Das Tubbataha Reef wird in Nord und Süd unterteilt, es sind praktisch zwei kleine Atolle. Jedes dieser Riffe besteht in der Hauptsache aus Steilwänden, die dann ab einer Tiefe von 10-15 Metern langsam flach nach oben auslaufen. Somit hat man nach dem Tauchgang genügend Möglichkeit im Flachwasser rumzudümpeln und dabei im Riff noch etwas rumzustöbern. Diese Riffe sind einer der wenigen Plätze auf den Philippinen, wo Großfisch auf der Tagesordnung steht. Auch für Schnorchler gibt es an manchen Stellen die Möglichkeit ins Wasser zu gehen. Leider wollte Steffi ab dem 2. Tauchtag nicht mehr schnorcheln gehen. Grund war ein ausgewachsener Tigerhai (zwischen 5-6m) den wir beim Tauchen in 14m Wassertiefe angetroffen haben. Damit wären wir schon beim Hailight der Safari angekommen. Ferner waren bei jedem TG graue Riffhaie und Weißspitzenriffhai zu Hauf zugegen. Auch hin und wieder wurde ein Schwarzspitzenriffhai angetroffen. Weiterhin haben wir viele Blaupunktrochen, Kuhls Stechrochen, Adlerrochen, graue Stachelrochen, große marmorierte Stachelrochen und Mantas gesehen. Die Krönung war ein Manta, der 20 min. um mich herumgekreist ist, und zwar so nah, dass ich sogar sein Auge hab photographieren können. Er war oft gerade mal 20 cm von mir entfernt, einmal ist er mir sogar direkt über den Kopf gestrichen. Ebenso gibt es dort jede Menge Schildkröten in allen Größen und Gewichtsklassen. Es sind 3 Arten anzutreffen – die Grüne, auch Suppenschildkröte genannt, die echte und unechte Karettschildkröte - Der Korallenbestand war meistenteils in einem guten Zustand. Für Makroliebhaber sei gesagt, dass Ihr hier nicht auf Eure Kosten kommt. Da seid Ihr besser beim zweiten Teil der Reise aufgehoben. Dazu sind wir auf die Insel Negros geflogen. Dort sind wir im Hotel Atlantis Dumaguete untergekommen. Das Hotel gehört George, einem Deutschen. Es ist eine superschöne kleine Anlage, inmitten eines tropischen Gartens. Einzig das für philippinische Verhältnisse hohe Preisniveau im Hotel hinterließ einen faden Beigeschmack. Allerdings war die Qualität und die Betreuung erstklassig. Georg bemühte sich täglich um seine max. 70 Gäste. Die Tauchschule wird von Klaus geleitet, ebenso ein Deutscher. Er wird von Rudi unterstützt. Weiterhin sind mehrere philippinische Tauchguides vor Ort, die alle empfehlenswert sind. Die Tauchgebiete vor Negros sind ein wahres Makroparadies. Besonders die Tauchplätze "DuCoMi" (Dumaguete Coconut Mill), ein privater Pier, der nur nach eingeholter Erlaubnis betaucht werden darf, "Car Wreck" und "Banka Wreck" sind hier einsame Spitze. Hier tummeln sich Seepferdchen (3 Arten), Geisterfetzenfische (3 Arten), diverse Anglerfische von Fingernagelgroß (Babys) bis 50 cm Größe. Weiterhin sind diverse Garnelen, Flügelroßfische (Pegasus Sea Moth), Krebse, Nacktschnecken und weiteres seltene Getier anzutreffen. Das weltbekannte Apo Island liegt nur 25 min. entfernt. Hier steht allerdings die unberührte Korallenwelt im Vordergrund. Taucherisch fand ich es dort nicht so spannend.

Die Insel Negros ist außerdem recht sehenswert, sowohl die Stadt Dumaguete, als auch ein Ausflug in die Berge zum Wasserfall und den Twin Lakes sollte man ins Auge fassen.

Fazit: Die Reise hat sich mehr als gelohnt, nur der hohe Preis für eine Philippinenreise war ein wenig untypisch. Dies lag aber hauptsächlich an der Safari und diversen Zwischenflügen auf den Philippinen.