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Reisebericht Pembakreuzfahrt und Hotelaufenthalt im ASC Hotel Shanzu/ Paradise Beach

Wir sind als eine Tauchgruppe von zehn erfahrenen Tauchern auf eine in der Zeitschrift Tauchen und im Reiseprospekt des ASC in den höchsten Tönen gelobte Tauchsafari mit dem Segelschiff M/Y Seepaert gefahren. Unsere Ansprüche waren dementsprechend hoch. Doch nichts von alle dem was im Prospekt und in der "Tauchen" offeriert wurde traf ein. Nun möchte ich in einem zeitlichen Ablauf darstellen wie das Unheil seinen Lauf nahm :

Anreise:

Die Anreise stellte sich für alle so dar, dass wir mit dem Zug nach Basel anreisen mussten. Alle hatten ein Rail&Fly Ticket. Was wir aber nicht wußten war, dass wir die Bahnstrecke zwischen deutscher Grenze und Basel SBB sowie den Zubringerbus vom Bahnhof zum Flugplatz zusätzlich zahlen mussten. Durch eine turnusmässige Wartung des LFZ ergab sich ein verspäteter Abflug von insgesamt fünf Stunden. Getränke wurden seitens der ASA nicht gereicht. Jedoch trockene wohlschmeckende Baguette Brötchen. Offenbar unterschätzt wurde der Platzbedarf für eine bekannte Anzahl von ankommenden Reisenden und ihrem Gepäck. Dadurch musste man einen zusätzlichen Bus für unsere Gruppe und unser Gepäck vor Ort am Flughafen zubuchen. Die Reiseleitung vor Ort im Hotel kümmerte sich beim einchecken nicht um uns, so dass alles schnell und problemlos vonstatten ging.

Hotel und Veranstalter ASC:

Das Hotel Paradise Beach ist nach Meinung der Gruppe mit vier Sternen plus wie im Prospekt angegeben völlig überbewertet. Es zeigt auch schon durch deutliche Gebrauchspuren das es ins Alter gekommen ist. Eine Information das die Abfahrt zur Einschiffung um 30 Minuten vorverlegt wurde fand nicht statt. Durch Zufall erfuhr es ein Mitglied an der Rezeption. Nach einer etwas längeren Wartezeit am Schalter des Cashiers teilte man uns lapidar mit, dass man mit der EDV Probleme hätte und die Endrechnung im Moment nicht bezahlt werden könne. Man solle in 30 min wiederkommen. So wurden wir von 1700 Uhr bis 1900 Uhr viermal vertröstet. Das Erreichen des Busses zum Flughafen um 0415 Uhr gestaltete sich auch schwierig, da nicht wie angekündigt um 0315 Uhr sondern erst um 0340 Uhr geweckt wurde. Ein ganzes Hotel durcheinen einzigen Boy wecken zu lassen ist auch etwas viel.

Tauchkreuzfahrt und Tauchbasis:

Es gestaltet sich am Tage der Ankunft problematisch mit einem Vertreter des Baracuda Dive Teams (BDT) Kontakt aufzunehmen. An der Basis im Hotel befanden sich den ganzen Tag nur Helfer die keine Auskunft geben konnten. Uns wurde erklärt das ein Vertreter mit uns Kontakt aufnehmen würde. Was aber nicht geschah. Durch Eigeninitiative seitens der Gruppe konnten wir abends in einem nahegelegenen Hotel dann doch Walter vom BDT ausfindig machen. Dieser teilte uns mit, dass wegen Reparaturarbeiten am Schiff die Abfahrt nicht wie abgesprochen morgens sondern erst gegen abend stattfinden sollte. Dafür könnten wir aber einen Tag länger auf See bleiben. Ein nettes Zugeständnis. Ausserdem machte er uns die feste Zusage das wir bis zu fünf Tauchgänge pro Tag machen könnten. Am nächsten Tag erfuhren wir morgens ganz nebenbei das man zu unserem Vollcharter noch zwei zusätzliche Taucher dazu gebucht hatte. Diese Entscheidung wurde später wieder vom ASC Office revidiert. Da die beiden jedoch schon an Bord eingecheckt hatten und wir nicht die Bösen sein wollten stimmten wir der Mitnahme der Beiden zu. Die Anzahl und der Zustand der Tauchflaschen war äusserst desolat, wie der gesamte Eindruck der BDT - Basis. So hatten wir für 14 Taucher nur 19 x 12 ltr und 2 x 10 ltr Tanks an Bord. Bleigewichte wurden erst auf Anforderung unseres Guides nachgeliefert. Zwei der Flaschen gaben schon nach drei Tagen ihren Geist auf. Am ersten Abend fiel einer der beiden Generatoren aus, so dass sich das Flaschenfüllen mit dem deutlich unterdimensionierten Kompressor (zwei Tanks werden in 30 min gefüllt) schwierig gestaltete. Da entweder gefüllt oder gekocht werden konnte. musste in kauf genommen werden mit nicht voll gefüllten Tanks zum Nachttauchen zu gehen oder bei Ebbe zu tauchen. Ein Tauchen nach der Gezeitentabelle war nicht möglich. Es konnten auch höchstens drei Tauchgänge aufgrund der langen Füllzeiten am Tag durchgeführt werden. Die Klimaanlage lief ab dem zweiten Tag nicht mehr. Das Schiff selber verbreitet einen unnachahmlichen Charme. Kann aber auch über sein Alter nicht hinweg täuschen. Die Technik auf dem neuesten Stand und für Taucher konzipiert lasen wir im Prospekt. Wenn damit gemeint ist, dass es nur 12 Boxen für 14 Taucher gibt und keine Möglichkeit zum Trocknen oder Ablegen der Ausrüstung. Nur durch deutliche Anstrengungen des Kapitäns, des Guides und der Crew konnte die Stimmung der Gruppe hochgehalten werden. Diveguide Frank musste mehrere Nachtschichten einlegen zum Flaschenfüllen. Das Tauchen ansich war angenehm. Nicht anspruchsvoll wie in der Zeitschrift Tauchen beschrieben. Doch einem Vergleich mit den Malediven, wie das Prospekt beschreibt, können die Riffe in keinem Fall standhalten. Eine Tauchkreuzfahrt im Rotem Meer in einem vergleichbaren Preissegment bietet wesentlich mehr. Grossfisch ausser sechs Adlerrochen und zwei Hammerhaien waren auch nicht zu sehen dafür aber jede Menge Nacktschnecken und Kleinzeug. Die Riffe sind nicht schlecht aber der Elphinstone im Roten Meer bietet wesentlich mehr an Fischen und Korallen als jedes Riff das wir in Pemba betaucht haben.

Fazit:

Organisation und Betreuung durch den ASC nicht erkennbar. Tauchen in Pemba lohnt sich nur bedingt. Eine Safari in Ägypten ist billiger und man sieht mehr. Wenn ich beim Tauchen auf das BDT angewiesen wäre, würde ich noch heute das schöne Hobby tauchen aufgeben.